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Projektinfo

Eine umfassende Analyse des Lebensministeriums aus dem Jahr 2005 zeigt: Die Wasserqualität der österreichischen Gewässer ist zum größten Teil (wieder) sehr gut. Besonders Investitionen in die Abwasserreinigung haben ihre Wirkung gezeigt.
Betracht man dagegen die Situation der Struktur der Flüsse (Flusslauf, Uferlandschaft,…), sind die Ergebnisse weniger erfreulich. Rund 56 Prozent der untersuchten Fliessgewässer werden vermutlich das Ziel des guten Zustandes verfehlen. Die Ursachen dafür liegen in der Nutzung der Wasserkraft, der engen Verbauung zum Schutz vor Hochwässern sowie der Gewinnung von landwirtschaftlich genutzten Flächen und sind meist historisch bedingt.
Insgesamt beeinflussen in Österreich 2000 stark veränderte Flussabschnitte, rund 80 Schwallstrecken (Strecken mit unnatürlich hohen Wassermengen in Folge der Wasserkraftnutzung), über 700 Restwasserstrecken, über 550 Staustrecken und über 3100 Wanderhindernisse (für Fische und andere Wasserorganismen) den guten ökologischen Zustand der heimischen Flüsse.
Positiv stellt sich die Situation beim Grundwasser dar: 93 Prozent der untersuchten Grundwasserkörper (ein gedachter Teil des Grundwasservorkommens), die rund 96 Prozent des gesamten Bundesgebietes umfassen, werden den guten chemischen Zustand vermutlich erreichen.
Lösungsansätze für unsere Flüsse
- Wiederherstellung von naturnahen Gewässerlandschaften: Gibt man dem Fluss wieder mehr Raum (gewundene Flussläufe, Altarme, Auen), sichert man die Vielfalt an Tieren und Pflanzen und sorgt für eine typische Ufervegetation. Auen sind natürliche Wasserrückhalteflächen und sorgen so für einen nachhaltigen Hochwasserschutz.
- Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit: Viele Wasserlebewesen wandern und nutzen periodisch ihre Nahrungs- und Laichgründe. Der Bau von Fischaufstiegshilfen oder Umgehungsgerinnen bei Querbauwerken und die Anbindung an Nebengewässer sind daher von zentraler Bedeutung.
- Sicherstellung eines Mindestwasserabflusses: Bei Wasserentnahmen für die Wirtschaft muss genug Wasser vorhanden bleiben, um das Vorkommen der regionstypischen Arten sicherzustellen.
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