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Flüsse

Mit dem INTERREG-Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) soll die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Regionen der Europäischen Union gefördert werden. Im Rahmen des geplanten INTERREG 4a-Projektes zwischen Österreich und Tschechien sind folgende Maßnahmen entlang der Maltsch beabsichtigt:
- Hochwasserschutz in Leopoldschlag und von der Staatsgrenze bis Kaplice (Tschechien)
- Durchgängigkeit der Maltsch
- Aufbau einer elbstämmigen Flussperlmuschelpopulation
- Fischereischutzpacht für Naturschutzbund
Hochwasserschutz Leopoldschlag – Kaplice
Die Hochwässer des Jahres 2002 zeigen auch in Leopoldschlag die Notwendigkeit von Maßnahmen. Diese sollen in Abstimmung mit den Zielen des benachbarten Europaschutzgebietes durchgeführt werden. So soll etwa die Struktur im regulierten Abschnitt der Maltsch verbessert werden (beispielsweise durch Entfernung von Uferverbauungen, Anpflanzung standorttypischer Gehölze). Die Weiterführung der Hochwasserschutzmaßnahmen ist auch von der Staatsgrenze bis Kaplice (Tschechien) geplant.
Durchgängigkeit der Maltsch
Ein weiteres zentrales Ziel an der Maltsch ist es, den Fluss für Fische und andere Wasserlebewesen wieder durchgängig zu machen. Dafür müssen bei zwei Wasserkraftanlagen zwischen Leopoldschlag und Windhaag Fischaufstieghilfen errichtet werden. Die Durchgängigkeit der Maltsch ist einerseits die Basis für den guten Zustand der Maltsch und andererseits unabdingbar für den Aufbau einer selbsterhaltenden Population der Flussperlmuschel. Die Larven werden von jungen Bachforellen in den Kiemen getragen und so verbreitet. Hindernisse für Fische verhindern somit auch die Ausbreitung beziehungsweise stören den Lebenszyklus der Flussperlmuschel.
Pacht Fischereirecht
Eine ökologisch orientierte Fischereibewirtschaftung an der Maltsch trägt dazu bei, den guten ökologischen Zustand des Flusses zu erreichen und zu erhalten. Die Maltsch ist hier besonders sensibel, weil Flussperlmuscheln Bachforellen zur Reproduktion benötigen. Mit Regenbogenforellen funktioniert die Anheftung der Larven in den Kiemen dagegen nicht. Darüber hinaus sind Bachforellen typisch für einen Fluss im Einzugsgebiet der Elbe. Um die Funktionsfähigkeit dieser Symbiose zu sichern, ist eine Schutzpacht durch den OÖ Naturschutzbund geplant.
Aufbau einer Flussperlmuschelpopulation
Im Zuge des Projektes ist eine Wiederansiedelungsaktion der Flussperlmuschel an der Maltsch geplant. Ziel dieser Maßnahme ist die Ansiedelung von elbstämmigen Bachforellen und Nachzucht von Flussperlmuscheln. Die vom Aussterben bedrohte Muschelart kann in der Maltsch bis zu 100 Jahre alt werden. In einem ökologisch intakten Umfeld bildet die Flussperlmuschel Kolonien.
- Hochwasserschutz in Leopoldschlag und von der Staatsgrenze bis Kaplice (Tschechien)
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