- Projektinfo
- Flüsse
Flüsse

Entlang der Großen Mühl befinden sich insgesamt 24 Querbauwerke, darunter 17 Wasserkraftanlagen wie Kraftwerke oder Mühlen, sowie 7 weitere Querbauten, die jedoch nicht mehr genutzt werden. Für die Große Mühl ergeben sich daraus vielfältige Auswirkungen: Querbauwerke verhindern nicht nur die Vernetzung einzelner Flussabschnitte, sondern sie beeinflussen auch die Struktur und Dynamik eines Gewässers.
Daher wurden in den letzten Jahren bereits Maßnahmen gesetzt, damit Fische und andere Wasserlebewesen die Hindernisse passieren können und sie so zu ihren Laich- und Nahrungsplätzen gelangen. Bei zehn von 17 Wasserkraftanlagen wurden Fischaufstiegshilfen errichtet, bei drei weiteren Projekten sind solche Wanderhilfen geplant.
Von den sieben nicht genutzten Querbauten sind vier zum Teil passierbar.Restwassermenge – Kraftwerk Partenstein
Als das Speicherkraftwerk Partenstein im Jahr 1924 seinen Betrieb aufnahm, war es das größte Kraftwerk in Österreich. Um die Kraft des Wassers zur Erzeugung von elektrischem Strom zu nutzen, musste die Große Mühl allerdings zum Stausee Langhalsen aufgestaut werden. Die Folge: Die Restwassermenge war unzureichend, die Große Mühl konnte in diesem Gewässerabschnitt ihre Funktion als Lebensraum nicht mehr erfüllen. Viele für die Große Mühl typischen Wasserlebewesen verschwanden aus diesem Gebiet. Um den Erhalt der Artenvielfalt wiederherzustellen und zu sichern, erhöhte das Kraftwerk Partenstein in den letzten Jahren die Restwassermenge Schritt für Schritt. Heute werden maximal 500 Liter Wasser pro Sekunde abgegeben: Die neue Dynamik unterhalb des Kraftwerkes bietet den standorttypischen Wasserorganismen wie Äsche, Bachforelle, Barbe und Koppe wieder neuen Lebensraum und hat dazu beigetragen, dass in diesem Gewässerabschnitt ein guter ökologischer Zustand erreicht wurde.
- Befragung
- Partner
- Service




