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Projektinfo

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist das zentrale Instrument der europäischen Wasserpolitik. Sie setzt Standards für den Umgang der Mitgliedstaaten mit der essentiellen Ressource. Oberflächen- und Grundwasser werden dabei verstärkt als ökologischer Lebensraum und nicht nur als Verbrauchsgut verstanden. Gewässer in bereits gutem ökologischen Zustand werden besonders geschützt. Entspricht das Gewässer nicht diesem Zustand, ist die Wiederherstellung das zentrale Ziel. Damit soll ein europaweit guter und vergleichbarer Standard erreicht werden.
In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wurde dem Thema Wasserschutz kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Durch die stark wachsende Bevölkerung und die Vergrößerung der Siedlungsgebiete wurden die umliegenden Gewässer durch die Ableitung riesiger Mengen Abwässer verschmutzt. Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden deshalb in ganz Europa Abwassersysteme entwickelt und installiert.
Die zunehmende Wasserverschmutzung konnte dadurch rasch reduziert werden. Trotz der wesentlichen Verbesserung der Wasserqualität und Nährstoffwerte gingen die Fischbestände in den Fließgewässern auch noch am Ende des 20. Jahrhunderts stark zurück. Die massive Verbauung sowie die starke Unterteilung der Gewässersysteme durch Querbauwerke waren dafür die wesentlichen Gründe.
Um darauf flächendeckend und nachhaltig im europäischen Raum reagieren zu können, wurde im Herbst 2000 die europäische Wasserrahmenrichtlinie beschlossen. Diese wurde in den meisten EU-Mitgliedstaaten bereits in das nationale Recht eingegliedert, um den „guten ökologischen Zustand“ der europäischen Gewässer zu ermöglichen.
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